Literatur · Philosophie · Gegenwart

Kurze Filme.
Offene Fragen.

Filme zwischen
den Gedanken.

Ein Text. Ein Bild. Eine andere Zeit. SCHNITT bringt sie zusammen — und lässt offen, was dazwischen entsteht.

Die erste Episode

01 / Erste Episode

In Arbeit · 2026

Ein leerer Schreibtisch in einer dunklen PapiercollageSCHNITT / Filmessay01

Wer sind wir
am Tag nach
der Arbeit?

Eine automatische Absage um 3.14 Uhr. Kafka im Versicherungsbüro. Keynes und eine Zukunft, die fast angekommen ist.

Der erste Film folgt der Arbeit durch ihre Namen, Versprechen und Widersprüche: von der Mühsal zur künstlichen Intelligenz, vom Brotberuf zur Frage nach dem Montag danach.

Der Film entsteht gerade.
Hier beginnt sein Begleitraum.

Sechs Kapitel / ein Zusammenhang

01Cold Open

Eine Absage ohne Absender. Eine Zahl ohne Studie. Der Posteingang beantwortet sich selbst.

02Mühsal

Arbeit, Knechtschaft, Frondienst: ein Wort wandert durch die Sprachen und landet als Robot auf der Bühne.

03Doppelleben

Kafka arbeitet in einer Versicherung. Am Nachmittag beginnt das andere Leben. Der Brotberuf bleibt.

04Aufschub

Keynes schreibt an die Enkel. Weniger Arbeit, mehr Zeit — und die Frage, was der Mensch mit der Leere anfängt.

05Erbe

Hegels Herr bekommt das fertige Ding. Der Knecht lernt. Was geschieht, wenn der nächste Knecht eine Maschine ist?

06Danach

Kojève geht ins Ministerium. Eine Fußnote führt nach Japan. Das Grundeinkommen beantwortet die Miete. Nicht den Montag.

06 /Danach

Ein leerer Kalenderist eine ungeklärteMachtfrage.

/ Das Verfahren

Montage als Denkbewegung

Gedanken neben­einander.
Der Schnitt
dazwischen.

SCHNITT ist ein Format für kurze Filmessays. Literatur und Philosophie treffen auf Vorgänge aus der Gegenwart: ein Posteingang, ein Arbeitsplatz, ein freier Tag.

Texte, Fakten, Bilder und Musik werden nebeneinandergestellt. Manchmal antworten sie einander. Manchmal widersprechen sie sich. Der Zusammenhang entsteht in der Montage.

Die Filme folgen einer Frage, ohne sie am Ende zu schließen. Was stehen bleibt, soll weiterarbeiten.

01 / Text

Eine zweite Stimme.

Zitate und Fakten stehen im Bild. Die gesprochene Stimme setzt daneben an, erzählt weiter, verschiebt den Blick.

02 / Bild

Ein eigener Gedanke.

Papier, Flächen, Brüche. Ein leerer Sessel oder ein Kalender kann mehr sagen als die Illustration eines Satzes.

03 / Musik

Eine andere Zeit.

Ein Rhythmus hält an. Ein Ton bleibt stehen. Die Musik trägt die Übergänge und lässt den Worten Raum.

Lesespuren / Episode 01

Texte, die im
Film weiterarbeiten.

Eine Auswahl aus „Arbeit“. Die vollständigen Belege begleiten die Veröffentlichung des Films.

  • Wolfgang Pfeifer · Etymologisches Wörterbuch1993
  • Karel Čapek · R.U.R.1920/21
  • Franz Kafka · Tagebücher / Die Verwandlung1911 / 1915
  • John Maynard Keynes · Economic Possibilities for Our Grandchildren1930
  • Hannah Arendt · Vita activa1960
  • Alexandre Kojève · Introduction à la lecture de Hegel1962