Eine zweite Stimme.
Zitate und Fakten stehen im Bild. Die gesprochene Stimme setzt daneben an, erzählt weiter, verschiebt den Blick.
Literatur · Philosophie · Gegenwart
Kurze Filme.
Offene Fragen.
Ein Text. Ein Bild. Eine andere Zeit. SCHNITT bringt sie zusammen — und lässt offen, was dazwischen entsteht.
01 / Erste Episode
In Arbeit · 2026
01Eine automatische Absage um 3.14 Uhr. Kafka im Versicherungsbüro. Keynes und eine Zukunft, die fast angekommen ist.
Der erste Film folgt der Arbeit durch ihre Namen, Versprechen und Widersprüche: von der Mühsal zur künstlichen Intelligenz, vom Brotberuf zur Frage nach dem Montag danach.
Sechs Kapitel / ein Zusammenhang
Eine Absage ohne Absender. Eine Zahl ohne Studie. Der Posteingang beantwortet sich selbst.
Arbeit, Knechtschaft, Frondienst: ein Wort wandert durch die Sprachen und landet als Robot auf der Bühne.
Kafka arbeitet in einer Versicherung. Am Nachmittag beginnt das andere Leben. Der Brotberuf bleibt.
Keynes schreibt an die Enkel. Weniger Arbeit, mehr Zeit — und die Frage, was der Mensch mit der Leere anfängt.
Hegels Herr bekommt das fertige Ding. Der Knecht lernt. Was geschieht, wenn der nächste Knecht eine Maschine ist?
Kojève geht ins Ministerium. Eine Fußnote führt nach Japan. Das Grundeinkommen beantwortet die Miete. Nicht den Montag.
Ein leerer Kalenderist eine ungeklärteMachtfrage.
/ Das Verfahren
Montage als Denkbewegung
SCHNITT ist ein Format für kurze Filmessays. Literatur und Philosophie treffen auf Vorgänge aus der Gegenwart: ein Posteingang, ein Arbeitsplatz, ein freier Tag.
Texte, Fakten, Bilder und Musik werden nebeneinandergestellt. Manchmal antworten sie einander. Manchmal widersprechen sie sich. Der Zusammenhang entsteht in der Montage.
Die Filme folgen einer Frage, ohne sie am Ende zu schließen. Was stehen bleibt, soll weiterarbeiten.
Zitate und Fakten stehen im Bild. Die gesprochene Stimme setzt daneben an, erzählt weiter, verschiebt den Blick.
Papier, Flächen, Brüche. Ein leerer Sessel oder ein Kalender kann mehr sagen als die Illustration eines Satzes.
Ein Rhythmus hält an. Ein Ton bleibt stehen. Die Musik trägt die Übergänge und lässt den Worten Raum.
Eine Auswahl aus „Arbeit“. Die vollständigen Belege begleiten die Veröffentlichung des Films.